08 September 2007

Braincast 86 - Kreativität

Wir haben den Kopf nicht voller verrückter Ideen, wir sind kreativ! Denn obwohl Kreativität der Denkweise des Gehirns im Grunde völlig widerspricht, ist sie kaum zu vermeiden. Und es gibt Wege, sie zu befördern. Einer davon ist Sturheit ...

Gehirn&Geist-Redakteur Steve Ayan spricht über die Auswirkungen von Genen auf die Persönlichkeit.

Auf dem Kreativblog von Jürgen Stock finden Sie mehr zum Thema, unter anderem ein wöchentliches Ideenbonbon.

Den genannten impliziten Assoziationstest - kurz IAT - der Uni Harvard, auf desen Ergebnisse sich wohl auch Marc Hauser in Moral Minds bezieht, finden Sie hier, den "Guide to Brain Health" der DANA Foundation hier und hier die Kunst, die Elektrifizierung der Gehirne in Dresden.

Und wieder sehr schöne Musik, einmal mehr eröffnet: Christophe Goze diesmal mit Mañana. Für den weniger bewussten Teil der Kreativität hören wir The Lull von 31d1. Weiter gehts mit Fire Night von Black Adam und wir enden mit einer Aussage: Be The Change You Want To See In The World von 37Hz.




MP3 File

Kommentare:

Alexander Schatten hat gesagt…

Lieber Arvid Leyh


zunächst mal vielen Dank für deinen sehr interessanten Podcast.

Diesmal muss ich jedoch mal einen kritischen Kommentar schreiben, der bei weitem nicht nur deinen Bericht betrifft:

Jedes Mal, wenn irgendjemand über Kreativität schreibt/spricht... wird das unselige Kekule Beispiel hervorgekramt.

Das ist ganz besonders ärgerlich weil es in geradezu peinlich falsch ist.

Der erste, der die Benzol/Benzen Struktur vorgeschlagen hat, war Ludwig Boltzmann; Verschiedene historische Quellen machen es auch äußerst wahrscheinlich, dass Kekule genau davon gewusst hat, weil er selbt eine abfällige Bemerkung über diesen Vorschlag geschrieben hat(!!).

Nun, ein paar Jahre später bringt er diese Geschichte mit dem Traum an, in dem ihm diese Wahrheit offenbahrt wurde. Für mich ist das eher ein frühes und peinliches Beispiel für Plagiarismus und nicht für Kreativität.

Sorry, aber das musste mal gesagt werden, weil mir schon der Kopf platzt, zumal man das jede Woche irgendwo liest oder hört.


siehe z.B. Physicstoday.org

Vor Jahren wurde das auch in der ORF Wissenschaftssendung "Köpfe" im Detail besprochen...

Arvid Leyh hat gesagt…

Hallo Alexander Schatten!

Tut mir Leid, ich wollte Deinen Kopf nicht weiter zum Platzen bringen.

Tatsächlich habe ich Kritik am Beispiel schon gehört, aber wenn zwei kritisieren, bleiben 50 andere und bei mir nur ein vages Gefühl. Das hörst Du dann an der leicht distanzierten Formulierung.

Das nächste Mal nehme ich also Picasso mit seinem Schlüssel, Mendeleev mit dem Periodensystem oder Robert Louis Stevenson.

Herr S. hat gesagt…

offtopic: god illusion.

dawkins im gespräch:

http://www.spiegel.de/spiegel/inhalt/0,1518,505245,00.html